Freizeitvergnügen Volksfest

Volksfeste sind die Besuchermagneten Nr. 1 der
deutschen Freizeitwirtschaft. Ob Kirmes, Schützenfest
oder Weihnachtsmarkt: Volksfeste sind ein
Stück lebendiger Traditionskultur.
Auch in der heutigen Zeit sind die Menschen hierzulande
ihren jahrhundertealten Bräuchen – wie dem
Besuch der Volksfeste – verbunden. Die große Mehrheit
der heutigen deutschen Volksfeste ist aus den
christlichen Festen der Kirchweihen oder Kirchmessen
entstanden, woher sich auch der Begriff „Kirmes“ historisch
ableitet. Volksfeste sind Freizeitvergnügen für
jedermann und bieten Spaß für die ganze Familie.
Ganz gleich, ob Großkirmes oder Dorffest: Volksfeste
passen in die heutige Zeit und ihrem besonderen Zauber
kann sich kaum jemand entziehen.

Wirtschaftsfaktor Volksfest

Die Städte leben davon, ihren Bürgerinnen und Bürgern
sowie Besucherinnen und Besuchern ein attraktives
und vielfältiges kulturelles Angebot machen zu
können. Hierfür sind Volksfeste ein unverzichtbarer
Bestandteil mit weitreichenden wirtschaftlichen und
touristischen Effekten.
Volksfeste steigern nicht nur die allgemeine Lebensqualität
– sie erzielen auch Umsätze in Milliardenhöhe
und bringen zusätzlich Einkommen und Steuereinnahmen
für Städte und Gemeinden. Davon profitieren
auch die umliegenden Gewerbe wie der Lebensmittelhandel,
Brauereien, die zahlreichen Zulieferbetriebe
der Schaustellerbranche sowie Hotels, Taxiunternehmen
und der öffentliche Nahverkehr in erheblichem
Maße.

Volksfeste als Sympathieträger

Volksfeste tragen auf besonders sympathische Weise
zur Vielfalt des gesamtkulturellen Angebots bei und
sind in vielen Städten und Gemeinden ein beachtlicher
Anziehungspunkt für in- und ausländische Gäste.
Fast 200 Millionen Gäste auf den Festplätzen stellen
einen neuen Rekordwert dar, der die Verankerung der
Volksfestkultur in Deutschland und darüber hinaus
eindrucksvoll belegt. Der große Zuspruch der gesamten
Bevölkerung unterstreicht, dass Volksfeste keine
Schwellen- oder Berührungsängste kennen – keine
formalen, sozialen oder ökonomischen Zutrittsbarrieren.
Dies macht ihre soziokulturelle Dimension aus: Volksfeste
schaffen ein Angebot, das sich an alle Menschen
richtet. Sie bieten die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlich-
kulturellen Leben – flächendeckend, in
den Städten wie auf dem Land. Regionales Brauchtum,
Temperament und Charakter spiegeln sich in den
Volksfesten wider. So unterschiedlich in den Regionen
auch gefeiert wird – die Volksfeste eint überall die Lebensfreude
und das gemeinsame Erlebnis der Besucherinnen
und Besucher aus aller Welt.

Leistungsschau der Schausteller und
Schaustellerinnen

Volksfeste sind Orte echter zwischenmenschlicher Begegnung.
Sie stiften Identität und sind zugleich Tore
in eine wunderbare Traumwelt – voll bunter Farben,
Lichter und herrlicher Düfte.
Viele volksfesttypische Speisen wie Zuckerwatte, gebrannte
Mandeln, Quarkkeulchen, kandierte Früchte,
aber auch Spießbraten oder Fisch können die Besucherinnen
und Besucher in ihrer besonderen Machart
oft nur hier genießen.

Hinter den Volksfesten stehen die Schaustellerinnen
und Schausteller – die Expertinnen und Experten der Vergnügungskultur –, die mit ihrem breitgefächerten
schaustellerischen Repertoire unterschiedlichster Prägung
begeistern: Achterbahnen, Karussells, Riesenräder,
Autoskooter, Geisterbahnen, Laufgeschäfte,
Wurf- und Schießbuden, Los- und Luftballonverkäufer,
diverse Ausschank- und Verzehrgeschäfte sowie
Schau- und Belustigungsgeschäfte.
Die vielfältige Mischung aus altbekannten und brandneuen
Attraktionen sowie die kreativen Dekorationen
machen die Anziehungskraft der deutschen Volksfeste aus.

Die Schaustellerinnen und Schausteller schaffen als
Freizeitprofis die Rahmenbedingungen für einen unbeschwerten
Aufenthalt. Schaustellerunternehmen
sind überwiegend Familienbetriebe, die seit vielen
Generationen bestehen.

Die Geschäfte werden traditionell an den Nachwuchs
weitergegeben. Für die Schaustellerfamilien ist das
Familienunternehmen weit mehr als nur ein Wirtschaftsbetrieb.
Die Schaustellerei bedeutet: gelebte Tradition, Leidenschaft,
Familienbewusstsein, Zusammengehörigkeitsgefühl
– und vor allem eine tiefe Identifikation mit dem
eigenen Beruf.

Quelle.: Deutscher Schaustellerbund e.V. / aus dem Jahresbericht 2025

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert